Wie schnell doch so ein Jahr vergeht! Nein, es ist nicht schon wieder Weihnachten, sondern City Man in Hamburg und damit ein Highlight meiner Triathlonsaison 2009. Zum dritten Mal in Folge habe ich mich für die Olympische Distanz angemeldet und dieses Jahr war das Motto eindeutig klar:
"überleben". Soll heißen: ins Ziel kommen. Glücklicherweise hat mein Club-Kamerad Philipp sich doch noch entschieden beim City Man teilzunehmen, so dass die Motivation für das Rennen noch etwas größer war als eigentlich erwartet. Um das Glück dann noch perfekt zu machen, durften Philipp und ich auch noch aus dem gleichen Startblock starten. Zu unser beider Glück haben wir einen der späteren Startblocks erwischt, so dass wir nicht so sehr früh anreisen mussten.

Die Anreise selbst hat wie immer gut geklappt und wir haben wieder einen Parkplatz in der Nähe des Wechselzonen-Eingangs gefunden.
Wie auch in den Jahren zuvor wurde Philipp von seinem Vater begleitet, der uns, wie immer tatkräftig unterstüzte.
Und nicht zu vergessen, war natürlich auch meine Freundin Juliane wieder dabei, die uns ebenso tatkräftig unterstützte und dabei dann für die bildliche Dokumentation unseres Wettkampfes sorgte. Vielen Dank für die großartigen Bilder!!!
Nach dem Einchecken in die Wechselzone war noch genug Zeit, sich in aller Ruhe in Richtung Start zu begeben und dabei die Taktik für den Wettkampf zu diskutieren. Für mich war klar, dass es hauptsächlich darum ging, ordentlich ins Ziel zu kommen und es Philipp dabei so schwer wie möglich zu machen,mich beim Laufen einzuholen. Philipp hatte sich vorgenommen, die Scharte von TriBühne Triathlon wieder auszumerzen und vor mir über die Ziellinie zu laufen. Aber am Ende sollte dieser Wettkampf dann doch eine Überraschungen bereit halten.
Während der Startvorbereitungen stiess dann auch noch Sportskamerad Saß (Matthias) zu uns. Matthias wäre am heutigen Tag auch gern gestartet, konnte dies aber aufgrund seines noch nicht wieder verheilten Kreuzbandrisses nicht tun. Aber Philipp, der seinen Startplatz übernahm (natürlich alles hoch offiziell!!!),versprach ihn würdig zu vertreten.
Obwohl ich Anfang des Jahres einem Kraulkurs belegt hatte, habe ich für mich beschlossen, dieses Jahr die Wettkämpfe im Brustschwimmstil zu bestreiten. Vielleicht nicht unbedingt der Triathlon-Ästhetik entsprechend, aber für mich persönlich sehr erfolgreich. Wie immer, habe ich mich beim Schwimmstart aus dem "Gemetzel" herausgehalten und bin von Anfang an mein Tempo geschwommen, was sich dann auch ausgezahlt hat. Denn mit einer Schwimmzeit von 00:31:39 bin ich so schnell wie nie geschwommen und tatsächlich vor Philipp aus dem Wasser gestiegen.
So ging es dann auch sehr bald in Richtung Startrampe und ins kühle Nass der Alster.
Somit ging es für mich tatsächlich vor Philipp auf die Radstrecke und ich konnte von Anfang an versuchen, den nötigen Vorsprung fürs Laufen herauszufahren.
Das Radfahren selbst war jetzt keine Glanzleistung von mir, so dass ich mit 01:14:44 meine schlechteste Zeit beim City Man gefahren bin, was ich aber zum Glück während des Rennes nicht wusste, so dass es mich nicht runterziehen konnte.
Damit ging es dann auf das letzte Drittel des Wettkampfes, die 10km Laufstrecke.
Auf den ersten Metern an der Binnenalster entlang hatte ich sehr schwere Beine, so dass ich mir sicher war, dass Philipp mich früher oder später einfangen würde. Das stellte sich aber dann bei ca. Kilometer 6 als Irrtum heraus, denn erst hier kam mir Philipp entgegen, dass heißt er kam von Vorne auf mich zu und nicht wie erwartet leichten Fusses von Hinten an mir vorbei. Später sollte sich herausstellen, dass Philipp wohl einen gebrauchten Tag erwischt hatte. Ich selber konnte aus dieser Situation noch einmal etwas zusätzliche Kraft schöpfen und so versuchte ich mein Tempo so hoch wie nur irgend möglich zu halten und vielleicht in diesem Jahr meinen ersten "Sieg" über Philipp auf der olympischen Distanz zu feiern. Meine Laufzeit hielt sich dann mit 00:57:18 auch im erwarteten Rahmen.

Durch meine gute Schwimmzeit und durch eine Verbesserung bei den Wechseln war es mir dann möglich, meine Bestzeit vom letzten Jahr mit einer Zeit 02:53:17 um über 6 Minuten zu verbessern und tatsächlich vor Philipp über den Zielstrich zu laufen.
Die Freude über diesen Triumph wich dann für kurze Zeit der Sorge, was mit meinem Sportskamerad passiert sein könnte, denn es dauerte ca. 15 Minuten bis Philipp das Ziel erreichte. Das bedeutete, dass er auch beim Laufen Zeit auf mich verloren hatte und dass kann eigentlich nur passieren, wenn bei ihm wirklich "nicht gut läuft".

Nach etwas Erholung im Ziel haben wir uns dann unser verdientes E...bier
geholt, wozu wir erstmal den kleinen Gutschein von der Startnummer abfummeln mussten. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal für jeden Teilnehmer nur 1 Getränk nach dem Zieleinlauf, was ich, wenn man die Startgebühr betrachtet, ein wenig geizig finde. Da gibt es bei kleineren Veranstaltungen, bei denen, was die Verpflegung im Ziel betrifft, wesentlich mehr geboten wird.
Aber trotzdem sind wir nächstes Jahr wieder dabei, wenn es für uns heißt "City Man" in Hamburg.